LOTS

Nutzungsbedingungen

Stand: Mai 2026 · Gültig ab Vertragsschluss

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung LILAPIXEL Online Time Scheduling (LOTS) (lots.lilapixel.de), betrieben von LILAPIXEL · Birgit Soring (im Folgenden „Anbieter").

(2) Die Nutzung ist ausschließlich Unternehmer:innen, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen im Sinne von § 14 BGB gestattet (B2B). Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt LOTS als webbasierte Zeiterfassung über das Internet zur Verfügung. Die Software wird als Mietsoftware („Software as a Service") nicht installiert, sondern über einen Webbrowser oder kompatible Clients genutzt.

(2) Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der gewählten Tarifstufe (siehe § 4).

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Anmeldung erfolgt über die Anwendung mittels Google-Single-Sign-On. Mit Anlegen einer Organisation und aktiver Zustimmung zu diesen Nutzungsbedingungen sowie dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) kommt ein Nutzungsvertrag zwischen dem Anbieter und der durch den anmeldenden Account vertretenen Organisation zustande. Zeitpunkt und Zustimmung werden mit einem Timestamp dokumentiert.

(2) Die anmeldende Person versichert, zur Vertretung der Organisation berechtigt zu sein.

§ 4 Tarife, Trial, Vergütung

(1) Nach Anlegen einer Organisation steht eine 7-tägige kostenlose Testphase mit vollem Funktionsumfang zur Verfügung. Eine Kreditkarte ist für die Testphase nicht erforderlich.

(2) Im Anschluss an den Trial wird die Nutzung nur fortgesetzt, wenn die Organisation ein Abonnement abschließt. Aktuelle Tarife: lots.lilapixel.de/preise.

(3) Die Bezahlabwicklung über einen Merchant of Record (derzeit in Einrichtung) wird rechtzeitig vor Aktivierung der kostenpflichtigen Tarife bekannt gegeben. Abs. 3 und 4 treten erst mit Aktivierung des jeweiligen Abrechnungsdienstes in Kraft.

(4) Bei monatlicher Abrechnung verlängert sich die Laufzeit automatisch um einen weiteren Monat, bei jährlicher um ein weiteres Jahr. Kündigung jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich.

§ 5 Pflichten der Nutzer:innen

(1) Die Organisation und ihre Mitglieder verpflichten sich, die Software nicht missbräuchlich zu nutzen — insbesondere keine Daten Dritter unbefugt einzustellen, keine Schadsoftware zu verbreiten und keine gesetzlichen Bestimmungen zu verletzen.

(2) Die Organisation ist als datenschutzrechtlich Verantwortliche verpflichtet, ihre Mitglieder gemäß Art. 13 DSGVO über die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Anwendung zu informieren. Die Organisation stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die daraus entstehen, dass die Organisation diese Informationspflicht nicht erfüllt hat.

(3) Zugangsdaten zu Google-Accounts sind sicher zu verwahren. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

§ 6 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel an. Davon ausgenommen sind:

  • Wartungsfenster (in der Regel nachts MEZ)
  • Höhere Gewalt
  • Ausfälle bei Drittanbietern (Firebase / Cloudflare / Google) außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters

(2) Bei längeren Ausfällen werden Nutzer:innen per E-Mail oder In-App-Hinweis informiert.

§ 7 Datenschutz, Auftragsverarbeitung

(1) Es gilt die separate Datenschutzerklärung.

(2) Soweit personenbezogene Daten der Organisation oder ihrer Mitarbeiter:innen in der Anwendung verarbeitet werden, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der mit Vertragsabschluss zustande kommt.

§ 8 Datenexport, Datenlöschung

(1) Die Organisation kann jederzeit selbstständig einen Datenexport ihrer Daten als JSON über das Org-Settings-Menü herunterladen.

(2) Bei Vertragsende wird die Organisation für 100 Tage deaktiviert (Soft-Delete). Während dieser Zeit sind alle Daten gesperrt und für Mitglieder nicht zugänglich; eine Reaktivierung ist auf Anfrage möglich. Betroffenenrechte (Art. 15–17 DSGVO) können auch während dieser Frist gegenüber dem Anbieter geltend gemacht werden und werden innerhalb von 14 Werktagen beantwortet. Nach Ablauf der 100 Tage werden alle Daten endgültig gelöscht — außer es bestehen gesetzliche Aufbewahrungspflichten.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Im Übrigen haftet der Anbieter nur, soweit er eine wesentliche Vertragspflicht (Kardinalspflicht) verletzt. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen, soweit nicht eine vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung vorliegt.

(4) Die Haftung des Anbieters ist auf die in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadenseintritt gezahlten Nutzungsentgelte begrenzt.

(5) Eine verschuldensunabhängige Haftung nach § 536a Abs. 1 BGB für anfängliche Mängel ist ausgeschlossen.

§ 10 Änderung der Bedingungen

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern dies aus rechtlichen oder technischen Gründen erforderlich ist und die Änderungen den Vertragspartner nicht unangemessen benachteiligen.

(2) Änderungen werden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail an die hinterlegte Kontaktadresse mitgeteilt sowie zusätzlich durch einen In-App-Hinweis angezeigt. Widerspricht die Organisation nicht binnen 6 Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand ist — soweit gesetzlich zulässig — Oldenburg (Niedersachsen).

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.